Die Realschule der Pfingstrittstadt organisierte zum vierten Mal die informative Schau der Blaulichtfamilie
BAD KÖTZTING (ad). Menschen helfen und dabei selbst ständig dazulernen, das ist eine wichtige Kombinationserfahrung aus dem Ehrenamt. Um helfen und sich selbst mit eigenen Fähigkeiten in der „Blaulichtfamilie“ und anderen Hilfsorganisationen einbringen zu können, sind aber entsprechende Informationen wichtig. Die haben am Mittwoch 75 Schülerinnen und Schüler beim Ehrenamtstag der Realschule der Pfingstrittstadt bekommen.
„Wir sind der Stadt Bad Kötzting sehr dankbar, dass wir diesen Platz für die Aktion nutzen können“, sagte Ina Krause, die bereits zum vierten Mal den Ehrenamtstag organisierte. In Feuerwehrkommandant Michael Weiß, Uwe Gützlaff von der BRK-Wasserwacht und Norbert Winkler von der Jugendrotkreuz-Familie fand sie Partner, die mit ihren jungen Teams gerne den Realschülern zeigen, welch interessante Tätigkeiten im Ehrenamt auf sie warten. Für viele der über 70 Fünftklässler, die bereits als Schulsanitäter geübt sind, bedeutete der Ehrenamtstag in erster Linie eine Auffrischung ihrer Kenntnisse.
Auch drei Schüler aus der Fachoberschule (mehr als 20 Prozent der Realschulabsolventen besuchen diese) und eine Schülerin des Robert-Schuman-Gymnasiums beteiligten sich ebenso an der Aktion, wie Karin Zollner vom Treffpunkt Ehrenamt. Ganz neu war heuer ein Rettungsspreitzer bei der Feuerwehr Bad Kötzting, mit dem die Jugendlichen einen feinfühligen Umgang mit leistungsfähiger Technik üben konnten. Sehr sorgfältig wurden vom Jugendrotkreuz „Verwundete“ geschminkt, die danach fachgerecht erstversorgt werden mussten.
Auf großes Interesse stießen Ausrüstung und Rettungsboot der Wasserwacht, die Bestückung des schweren Feuerwehrfahrzeugs, ein hydraulisches Hebekissen, das millimetergenau gesteuert werden kann und verschiedene Feuerlöscher. Der simulierte „Löscheinsatz“ war bei den hochsommerlichen Temperaturen besonders umlagert.
Realschulkonrektor Alexander Götzfried dankte allen Beteiligten für die Mitarbeit, besonders Ina Krause für die Organisation des Ehrenamtstages und den FOS-Schülern, die Vorbilder für ehrenamtliches Engagement seien. In einer 7. Klasse der Realschule habe er gefragt, wer bereits ehrenamtlich tätig ist und tatsächlich hätten sich 14 von 21 Schülern gemeldet, sagte Götzfried. Seit Corona sei der Ehrenamtstag fester Bestandteil des Schulangebots.
Dank sagte der Ehrenamtsbeauftrage des Kreistages, Christian Eidenhardt für die Aktion. Er selbst sei als Fünftklässler zur Jugendfeuerwehr in Waldmünchen gekommen, habe sich später auch im Trenckverein engagiert und pflege bis heute Freundschaften aus dieser Tätigkeit. Es gebe neben der „Blaulichtfamilie“ viele Organisationen die Menschen helfen, selbst mit einfachen Arbeiten wie Gräbergießen für nicht mehr mobile Senioren auf Friedhöfen, Nachbarschaftshilfe und anderen Leistungen für die Gesellschaft. Mit Begeisterung bestätigten die Kinder, dass der Ehrenamtstag mehr Spaß macht, als der normale Schulunterricht.


